Barrierefreie
Aktuelles Löschzug Fahrzeuge Einsätze Gästebuch Links Mitmachen
Startseite Einsätze Vorjahre 2007

Einsätze


2010 2009 Besondere Einsätze Vorjahre

2003 2004 2005 2006 2007 2008

Sitemap Kontakt Impressum

Letztes Update:

10.09.2010 - 16:32

Besucher:

[Besucherzähler]

Einsatz Nr. 61

Online Artikel der Westdeutschen Zeitung vom 19.02.2007:

WUPPERTAL AKTUELL

Notruf: Telekom klemmt Feuerwehr und Polizei ab

Nächtliche Wartungsarbeiten legten Sonntagnacht die Notruf-Verbindungen zu Polizei und Feuerwehr lahm. Es folgte ein vierstündiger Großeinsatz in ganz Wuppertal.

Wuppertal. Am Sonntag um 4 Uhr hatten die Mitarbeiter der Feuerwehr-Leitstelle an der August-Bebel-Straße die Gewissheit: „Die Notruf-Leitungen funktionieren nicht. Wir sind nicht mehr erreichbar.“ Der Wuppertaler Polizei ging’s genauso. Es folgte der längste Großeinsatz der Feuerwehr, seit der Orkan „Kyrill“ durchs Tal brauste (siehe Hintergrund).
Vier Stunden lang waren 130 Feuerwehrleute – davon 110 Freiwillige Retter – mit 40 Einsatzfahrzeugen in der Stadt unterwegs. Unter anderem wurden die mehr als 30 Altenheime in Wuppertal angefahren und über die Situation informiert.
In Elberfeld und Barmen errichtete die Feuerwehr zudem an zentralen Punkten Anlaufstationen. Außerdem fuhren die Retter mit ein bis zwei Fahrzeugen in ihren Bezirken Streife.
Der Grund für das nächtliche Chaos waren offenbar Wartungsarbeiten der Telekom an diversen Telefonleitungen. Was dabei technisch schief lief, ist bislang unklar. Für Feuerwehrchef Siegfried Brütsch steht aber fest: „Wir wurden vorab nicht über die Wartungsarbeiten informiert.“

Zur Aufklärung konnte gestern Horst Polnick von der Taxi-Zentrale beitragen: „Wir sind vorab informiert worden. Es hieß aber, nur eine Leitung würde für etwa zwei Minuten abgeklemmt.“ Aus den zwei Minuten wurden laut Einsatzbericht der Feuerwehr satte vier Stunden. Einsatzleiter Michael Armbrüster: „Um 8.11 Uhr wurde durch die Telekom mitgeteilt, dass sämtliche Leitungen wieder funktionsbereit sind.“ Übrigens verlief der Großeinsatz doch wie eine Übung unter Realbedingungen. Notfälle waren in der notruflosen Zeit nicht zu bearbeiten.

HINTERGRUND

Grosseinsatz: Einen so flächendeckenden Ausfall der Notruf-Verbindungen hat es in Wuppertal bislang nicht gegeben. Auch die Polizei war betroffen, schickte ab 4 Uhr sämtliche verfügbaren Einsatzkräfte auf Streifenfahrt durch Wuppertal.

Notfallplan: Sobald die Notruf-Verbindungen nicht mehr funktionieren, greifen Notfallmaßnahmen von Feuerwehr und Polizei. Die bestehen vor allem in der Alarmierung der Bereitschaftskräfte, Besetzung der Wachen und Bestreifung der einzelnen Bezirke. Als direkte Anlaufstellen gelten im Notfall neben den Feuerwehr- und Polizeiwachen auch die Krankenhäuser in der Stadt.

Taxi-Zentrale: Um die Präsenz und die Erreichbarkeit zu erhöhen, wurde ein Verbindungsmann zur Taxi-Zentrale entsandt. Effekt: Die in Wuppertal eingesetzten Taxen konnten so ebenfalls in die Erkundung einbezogen werden – über Funk war das kein Problem.


19.02.2007
Von Andreas Spiegelhauer

Druckbare Version

Einsatz Nr. 51 Einsatz Nr. 70