Einsatz Nr. 11
Unterstützung im Nachbarlöschbezirk Vohwinkel. 2 Züge der BF, sowie der Löschzug 8 waren bereites seit ca. 13:30 Uhr mit den Löscharbeiten beschäftigt. Wir stellten sowohl Trupps zur Brandbekämpfung, als auch Trupps mit Wassersaugern, die das herunterlaufende Löschwasser auffangen sollten. Der Einsatz war gegen 19 Uhr für uns beendet.
Bericht und weitere Fotos des Löschzug Vohwinkel (externer Link)
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Fotos: LZ Sonnborn
Online-Zeitungsbericht der Westdeutschen Zeitung vom 30.01.2006
Foto: WZ vom 30.01.2006 - Wolfgang Westerholz
WUPPERTAL
Barmen/Vohwinkel. Zwei Brände sorgten am Samstag für Aufregung in der Stadt: Gegen 11 Uhr stand eine Wohnung in der sechsten Etage eines Hochhauses am Barmer Mühlenweg in Flammen. Die Feuerwehr evakuierte das Gebäude, die Stadtwerke stellten zwei Busse bereit, in denen sich die Bewohner bei klirrender Kälte aufhalten konnten. Bei den Löscharbeiten im völlig verqualmten Haus erkannten die Wehrleute schnell: Die Flammen loderten in einem Kinderzimmer. Sowohl die vierjährige Tochter als auch ein Geschwisterkind und die Mutter hatten sich aber in Sicherheit bringen können.
Alle drei erlitten Rauchgasvergiftungen und mussten zunächst zur stationären Behandlung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Laut Polizei sind die Frau und ihr Kind mittlerweile wieder entlassen worden. Neun weitere Bewohner, bei denen auch der Verdacht auf eine Vergiftung bestanden hatte und denen ebenfalls noch an der Einsatzstelle eine Blutprobe entnommen worden war, konnten in ihre Wohnungen zurück, nachdem die Feuerwehr das Gebäude mit großen Gebläsen gelüftet hatte.
Die Ursache des Feuers ist nach Angaben der Kripo vermutlich Zündelei: Die Vierjährige habe in ihrem Zimmer mit dem Feuerzeug gespielt, dabei zunächst eine Jeanshose in Brand gesetzt, woraufhin eine Matratze und schließlich der ganze Raum in Flammen aufgegangen sei. Die Polizei beziffert den entstandenen Sachschaden auf etwa 35 000 Euro.
Wenig später dann erneut Alarm bei der Feuerwehr: Gegen 13.30 Uhr wurden die Brandbekämpfer nach Vohwinkel gerufen, schon der erste eintreffende Rettungswagen meldete: dichter Rauch über der ehemaligen Eissporthalle an der Kaiserstraße.
Das Feuer schwelte unter dem Dach des Hinterhauses, kaum zu erreichen für die Löschmannschaften. Offene Flammen waren zu dieser Zeit noch nicht zu sehen. Sofort brachten die Retter zwei Drehleitern in Stellung, mit schweren Atemschutzgeräten versuchten die Wehrleute auch, sich durch das Vorderhaus dem Brand zu nähern.
Polizisten sperrten die Kaiserstraße ab. Der Schwebebahnverkehr wurde durch Feuer und Löscharbeiten aber nicht beeinträchtigt.
>Es dauerte, bis die Feuerwehr den Brand, der etwa eine Stunde nach Beginn des Einsatzes offen ausbrach, gelöscht hatte: Zwar waren die Flammen gegen 15.50 Uhr unter Kontrolle.
Bis 22 Uhr suchen die beruflichen und ehrenamtlichen Wehrleute aber noch mit Wärmebildkameras nach Glutnestern und löschten sie ab. Erst um 0.30 Uhr am Sonntagmorgen war der Einsatz schließlich beendet. Die Brandursache: Nach Polizeiangaben war das Feuer vermutlich aufgrund eines technischen Defekts im Abstellraum einer Tanzschule ausgebrochen und hatte dann auf den Dachstuhl übergegriffen.
Durch den beißenden Qualm und das Löschwasser wurden auch andere Teile des Gebäudes beschädigt. Obwohl sie immer wieder Löschwasser aus dem Haus absaugte, konnte die Wehr nicht verhindern, dass unter anderem eine Arztpraxis stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Polizei geht von einem Sachschaden in Höhe von rund 500 000 Euro aus. Menschen wurden nicht verletzt.
30.01.06
Von Boris Glatthaar














