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Einsatz Nr. 123

Aus dem Bericht der Polizei
051202-1-W Wohnungsbrand in Varresbeck
Aus bislang ungeklärter Ursache kam es heute Nacht, 02.12.2005, gegen 03.45 Uhr, in einer Dachgeschosswohnung eines Vierfamilienhauses an der Talstr. in Wuppertal-Varresbeck zu einem Brand. Der 44-jährigen Mieter der Wohnung lag beim Eintreffen der Polizei mit Brand- und Sturzverletzungen schwerverletzt auf dem Gehweg. Er war vermutlich auf der Flucht vor den Flammen aus dem Fenster gesprungen. Bei den Löscharbeiten fand die Feuerwehr eine bislang noch nicht identifizierte Frau im Schlafzimmer. Die Frau musste mit einer lebensgefährlichen Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden. Ihr Gesundheitszustand ist kritisch. Die übrigen Hausbewohner blieben unverletzt. Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 40.000 Euro. Die Ermittlungen dauern an.

Online-Zeitungsbericht der Westdeutschen Zeitung vom 03.12.2005
Feuer-Flucht: Mann (44) springt aus Dachgeschoss
Schwer verletzter Mann nach Feuer in der Varresbeck. Frau (66) mit Rauchvergiftung in Lebensgefahr. Eine Kerze war die Brandursache.
Wuppertal. Der Alarm ertönt um 3.25 Uhr in der Nacht zu gestern: Rauch im Treppenraum eines Mehrfamilienhauses an der Talstraße. Feuer in einer gelben Häuserzeile in der Varresbeck, die Wehr rechnet mit schlafenden Bewohnern mit nichts ahnenden Menschen, deren Leben womöglich von giftigen Gasen und den Flammen bedroht sind. Entsprechend groß ist das Aufgebot an Einsatzwagen, das wenig später an dem Fünf-Etagen-Haus ankommt. Qualm hängt in der Luft über dem Gebäude, es ist noch dunkel.
Dennoch bemerken die Retter sofort: Auf der Straße vor dem Haus liegt ein Mann, schwer verletzt. Schnell scheint klar zu sein, er ist aus dem Fenster gesprungen, auf der Flucht vor den Flammen hat er den nächsten Weg gesucht. Notarzt und Rettungsdienst versorgen den Mann, der Knochenbrüche und innere Verletzungen erlitten hat.
Wenig später stellt sich heraus: Der 44-Jährige bewohnt das Dachgeschoss über den vier eigentlichen Wohnetagen des Hauses. Etwa zehn Meter, heißt es von der Polizei, ist er in die Tiefe gestürzt. "Das kann man nur in unglaublicher Furcht tun, wenn man Angst um sein nacktes Leben hat", sagt ein Polizeisprecher fassungslos.
Für die Feuerwehr sieht zunächst alles danach aus, als würde der Einsatz für die übrigen Hausbewohner glimpflich ausgegangen sein. In Begleitung der Retter können alle ihre Wohnungen in den vier Etagen verlassen. Und auch das Feuer in einem Zimmer im Dachgeschoss haben die Löschmannschaften schnell erstickt.
In der Wohnung finden sie jedoch noch einen weiteren Menschen: Im dichten Qualm liegt eine Frau. Es ist die 66 Jahre alte Mutter des schwer verletzten Mannes. Sie hat Brandverletzungen und eine lebensbedrohliche Rauchgasvergiftung erlitten. Sofort bringen Notärzte die Frau in eine Spezialklinik nach Aachen, wo Ärzte noch immer um ihr Leben kämpfen.
Nach Ermittlungen der Polizei war eine brennende Adventskerze Ursache des Feuers. Sachschaden: etwa 40 000 Euro.
03.12.05
Von Boris Glatthaar

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