Mettmanner Str.
Grossbrand in einem Feinkostbetrieb am 30.03.2004. 2 Löschzüge der BF, 4 Löschzüge der FF, Sonnborn, Vohwinkel, Hahnerberg und der Umweltschutzzug.
Das Feuer wurde mit mehreren Wenderohren, sowie B und C Rohren gelöscht.
Erst gegen Mittag wurden die Löscharbeiten abgeschlossen.
In den Morgenstunden konnten die ersten Kräfte so nach und nach ausgelöst werden, zu den Nachlöscharbeiten wurde noch die Löschzüge Uellendahl und Lagerfeld zu Einsatzstelle beordert.
Die Wachen der Berufsfeuerwehr wurden durch die Züge Dönberg und Ronsdorf besetzt.
Nachtrag 01.04.2004:
Lt. Presseberichten haben die Untersuchungen einen technischen Defekt als Ursache ergeben.
Bericht und Fotos des Löschzugs Vohwinkel (externer Link)
Online-Artikel der Westdeutschen Zeitung vom 31.03.2004:
WUPPERTAL Feinkost Füngers ein Raub der Flammen
Ein Großfeuer in der Varresbeck verursacht Millionenschaden. Die Ursache ist unklar.
Grell flackert das Inferno an der Mettmanner Straße, eine Wolke aus beißendem Qualm und Löschwasserdunst zieht durch die Varresbeck. "Gigantisch", kommentiert ein Feuerwehrmann. Feinkost Füngers steht in hellen Flammen. Schon als die ersten Feuerwehrleute gegen 2.30 Uhr in der Nacht zu gestern am Brandort eintreffen, brennen große Teile der Fabrikhalle zwischen der Düsseldorfer und Mettmanner Straße. Flammen schlagen aus dem Dach, haben längst die Fensterscheiben zerborsten, dringen durch die Luken zerstörter Verladerampen und Türen. Die Hitze des Feuers treibt noch in vielen Metern Entfernung den Schweiß auf die Stirn.
Hinein können die etwa 80 angerückten Wehrleute aus Elberfeld, Barmen, Vohwinkel, Sonnborn und Hahnerberg zu dieser Zeit noch nicht. Von zwei Drehleitern aus bekämpfen sie die stärksten Flammen, kühlen mit Wasser noch nicht in Brand geratene Dachflächen. Aus unzähligen Schläuchen schießen sie außerdem vom Boden aus Wasser ins Gebäude. Eine knappe Stunde nach Löschbeginn scheint das Feuer zumindest im nördlichen Fabrikteil im Griff. Dann aber durchbrechen Flammen, die sich schon Minuten zuvor mit großen Rauchwolken angekündigt haben, das Dach im südlichen Gebäudestück. "In diesem Teil der Halle ist Öl zum Einlegen untergebracht", erklärt ein leitender Feuerwehrmann. "Da müssen wir aufpassen." Nur mit Atemschutzgeräten wagen sich die Löschmannschaften in die Nähe des Feuers.
Zeitgleich kümmern sich Mitarbeiter des Feuerwehr-Umweltschutzzugs und der Unteren Wasserbehörde um die Ableitung des Löschwassers, das in Strömen die Mettmanner Straße hinunter fließt. Wegen losgelöster Stoffe aus der Aluminiumfassade ist es schwer alkalisch belastet und darf nicht durch den Regenwasserkanal in den Varresbecker Bach und schließlich ungereinigt in die Wupper fließen. "Wir pumpen das Wasser ab und leiten es durch den Schmutzwasserkanal in die Kläranlage", erklärt Dieter Weber von der Wasserbehörde.
Unter Kontrolle ist das Feuer gegen 7 Uhr morgens, um kurz nach 12 Uhr rücken die letzten Einsatzkräfte ab. Sie übergeben knapp 600 Quadratmeter völlig zerstörte Fabrikfläche an die Brandsachverständigen der Polizei und die Füngers-Betriebsführung. Die 70 Mitarbeiter des Feinkost-Herstellers, der seit seiner Insolvenz in den 80er Jahren zur westfälischen Stockmeyer AG gehört, sind am Morgen nach dem Brand vorerst beurlaubt worden. Wie es nun für sie weitergeht, sei derzeit nicht absehbar, erklärt die Unternehmensleitung. Allerdings sei man um eine gute Lösung der Probleme bemüht. Der Schaden liegt nach ersten Schätzungen in Millionenhöhe. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.
Fotos: LZ Sonnborn
