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 Die Geschichte des LZ Sonnborn

Vorwort

 Als uns unsere Einheitsführung den Auftrag erteilte, über die Geschichte dieser Wehr zu schreiben, haben wir gleich zu gesagt, weil wir das als leichte Aufgabe ansahen. Wir mußten jedoch schnell einsehen, daß das Zusammentragen der Daten, Fakten und Bilder, eine leichtfertig angenommene, aber mühselige Arbeit war. Die Schwierigkeiten lagen darin, Unterlagen aus den ersten Jahren der Gründungszeit, sowie der Kriegszeit zu bekommen. Wenn nun doch eine recht umfangreiche Beschreibung der Löschzug Sonnborn entstanden ist, so setzt sich diese aus kleinen Teilen zusammen, die aus bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen wurden. Gleichzeitig möchten wir uns an dieser Stelle bei all denen bedanken, die uns geholfen haben alles Wichtige zusammen zutragen.


Das Phänomen Brand

 Brände aller Art mit ihren vielen Entstehungsarten mußten in früherer Zeit als gegeben hingenommen werden. Doch es gibt Dinge denen sich der Mensch zu widersetzen versucht.
Das Feuer hat zwei Gesichter. Das eine nützt dem Menschen, es spendet Wärme und Licht. Durch seine Kraft hat sich die Menschheit weiterentwickelt. Wenn es jedoch außer Kontrolle gerät, zeigt es sein anderes Naturell. Dann verschlingt und zerstört es alles. Seine destruktive Kraft wird zum unberechenbaren Feind des Menschen. Das Feuer wird zum Brand.
Es gibt in der Geschichte der Menschheit viele Katastrophen die durch Brände entstanden sind. Städte wurden zerstört, Kulturgüter gingen für immer verloren.
Im 19. Jahrhundert waren Brände kein seltenes Ereignis. Die Industrialisierung und das damit verbundene Bevölkerungswachstum führten zu einer Häufung von Bränden. Die damalige Bauweise begünstigte die Ausbreitung von Feuer über mehrere Gebäude und ganze Viertel.

 

Die Gründung des Löschzugs Sonnborn

 Die Sonnborner Bürger wollten Bränden nicht mehr hilflos gegenüber stehen.
Am 10. Dezember 1888 kamen sie zu einer Versammlung zusammen und beschlossen eine Feuerwehr zu gründen. Bei dieser Versammlung traten gleich dreißig Turner der jungen Organisation bei.
Bis März 1889 dauerte es jedoch, ehe die erste Spritze geliefert und die restlichen Ausrüstungsgegenstände und Uniformen bereitgestellt wurden.
Der 25. Mai 1889 war dann der Tag an dem die neue Feuerwehr feierlich durch den städtischen Brandrat und Beigeordneten Dietze verpflichtet wurde. Übungsplatz war damals noch der Schulhof der katholischen Volksschule am Thurn. Das Spritzenhaus stand an einem Seitenweg der Bahnstraße, der heutigen Garterlaie. Mit großem Eifer wurde die theoretische wie auch die praktische Ausbildung betrieben. Bald schon hatte man Gelegenheit das Erlernte im Ernstfall zu beweisen.

 

Die Geschichte des Löschzugs Sonnborn

Die junge Feuerwehr konnte bei dem ersten Großeinsatz, beim Zugunglück auf der Vielbogenbrücke am 16. März 1890, hilfreich zur Seite stehen.
Nutzen hatte die Bevölkerung von den Freiwilligen auch als es in den Monaten August bis Oktober 1902 nicht weniger als zehnmal in Scheunen und Ställen brannte. Ohne eine schnell zupackende Wehr wären auch die angrenzenden Wohngebäude ein Opfer der Flammen geworden. In all diesen Fällen handelte es sich um Brandstiftung. Die Serie endete erst, als man den Brandstifter ermittelte.
Bei Großeinsätzen der Unternehmen Bayer, Pikrifabrik v. Braun, Bürer & Eisfeller, Tapetenfabrik Mohr und der Weberei Karl Wolff traten die Sonnborner mit in Erscheinung. Bei Bränden in den Stocko Betrieben, als im Ersten Weltkrieg die evangelische Kirche Sonnborn in Flammen aufging und beim Brand der Stadiontribüne waren die Blauröcke als erste am Einsatzort.
Am 2. August 1930 feierte man das 41. Stiftungsfest im Schwaferts Saalbau. Durch die Mitwirkung von Sonnborner Vereinen, Quartett Verein Sonnborn, Turnverein Sonnborn und Sonnborner Radfahrer Verein stellte man ein großes Programm zusammen, daß mit einem großen Festball als Krönung endete.
Im Zweiten Weltkrieg zahlten die Sonnborner so wie überall einen hohen Tribut. Der größte Teil der Kameraden stand damals im Feld in dem viele blieben und von denen manche noch heute als vermißt gelten. Dazu machte nach Kriegsende die alliierte Besatzungsmacht dem Wiederaufbau der Wehr allergrößte Schwierigkeiten. Erfreulich, daß es schließlich doch gelang, unter der Leitung von Wehrführer Oberbrandmeister Willi Mast, aus jungen Freiwilligen eine neue Wehr zu gründen.
Seit dieser Zeit konnte sich die Löscheinheit Sonnborn bei nicht gerade wenigen Brandfällen und Hilfeleistungen von ihrer schlagkräftigsten Seite zeigen.
Am Anfang des Jahres 1972 bekam die Einheit ein neues Löschgruppenfahrzeug, ein sogenanntes LF8, und im September 1972 erfolgte der Spatenstich für den Neubau des neuen Gerätehauses, daß durch den damaligen Branddirektor Ahrens eingeweiht wurde. Es folgten erste ärztliche Untersuchungen für die Träger der schweren Atemschutzausrüstung durch Herrn Dr. Kollert, ärztliche Abteilung der Bayer AG.
Ab 1974 wurde damit begonnen aktiv beim Sonnborner Straßenfest mitzuarbeiten.
Die regelmäßige Aus- und Weiterbildung in der Einheit, sowie die Verjüngung der Wehr wurden vorangetrieben. Die Kameradschaft der Wehr wurde durch Besuche und Gegenbesuche der Feuerwehren Weitefeld, Hoxel und der Flughafenfeuerwehr Laarbruch gefördert.
1981 wurde als weiteres Fahrzeug ein Tanklöschfahrzeug TLF8/18 in Dienst gestellt.
Im Jahre 1983 erfolgte teilweise in Eigenarbeit der Anbau des Gerätehauses, wo nach der Fertigstellung ein Hilfsrüstwagen HRW untergebracht wurde.
Im Jahr 1984 wurde der Einheit ein neuer Rüstwagen RW1 zur Verfügung gestellt, der HRW wurde an die Löscheinheit Cronenberg abgegeben.
1988 bekam die Einheit ein neues LF16, 1989 ein neues TLF8/18. Der RW1 wurde 1995 an Cronenberg abgetreten
Dem neuen Jahrtausend geht die Löscheinheit mit einer Personalstärke von 27 Mann mit dem Einheitsführer Horst-Peter Lemmer und seinem Stellvertreter Michael Heukelbach entgegen.

 

Die Verfasser 10. Dezember 1888 Versammlung zur Bildung einer Freiwilligen Feuerwehr in Sonnborn

Die Versammlung, die im Lokal C. Birkenbeil auf Anregung von Herrn Direktor Kopp stattfand, war außerordentlich stark besucht und wurde gegen 8 ½ Uhr Abends eröffnet. Durch Arrlamation wurde Herr Kopp zum Vorsitzenden ernannt, die Herren Schäfe und Eirhen zu Beisitzenden und Herr Wolf zum Schriftführer. Herr Kopp berichtete sodann in einer längeren Rede über eine Versammlung, welche am 5. Dezember bei Frau Schwaferts unter dem Vorsitz des Herr Beigeordneten Dietze stattgefunden hat. In dieser Versammlung hatte Herr Dietze mitgeteilt, daß die Stadt Elberfeld bereit sei bei der Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr in Sonnborn, die Anschaffung einer Spritze, sowie die erforderlichen Geräte und die Ausrüstung für 30 Feuerwehrmänner zu übernehmen. Anknüpfend hieran gedachte der Vorsitzende in humorischer Weise, der jetzigen unvollkommenen Feuerlösch-Einrichtung in Sonnborn und schloß seine Rede mit dem Hinweis, daß die Gründung einer „Freiwilligen Feuerwehr“ ein langgehegter aber bis jetzt ein frommer Wunsch der Sonnborner Bürgerschaft gewesen sei. Die Versammlung beschloß hierauf einstimmig die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr!
Zum Eintritt erklärten sich bereit:

Gustav Schmitz Joh. Mirhel Ed. Eberhardt
W. Pesch W. Birkenbeil
O. Weinarker
Jul. Wildschrey Friedr. Ruhrberg Ernst Peekhaus
C. Schneider F. Müller Ph. Pütz
H. Häufersermann Cl. Pütz Aug. Etzel
Joh. Schoof C. Tönges O. Schichmarher
A. Dahm W. Quaberk A. Albermann
L. Tönges C. Melcher C. Wafsmuth
W. Wirtz A. Schmelzer O. Peekhaus
Joh. Lang Fr. Huth C. Birkenbeil


Die Gründung eines Vereins und die Aufnahme von Ehrenmitglieder wurde sodann in Erwägung gezogen. Als namentliche Ehrenmitglieder ließen sich eintragen:

C. Birkenbeil sen. Fr. Dörner Aug. Grotenberg
Bened. Lirhen Heinerich Herr A. Hahn
H. Hiegemann C. Lehnhart G. Kopp
Joh. Schäfer W. Schöpp Fr. Schwaferts
Fr. Kürten


Eine zweite Versammlung wurde auf den 19. Dezember anberaumt.
Im Namen der Versammlung stattete zum Schluß der Vorsitzende den anwesenden Herr Gräser I und II, Benzenberg und Möllendorf aus Elberfeld seinen Dank für ihre freundliche Mitwirkung ab.
der Schriftführer
W. Wolf
Auszug aus dem Protokollbuch der Freiwilligen Feuerwehr Sonnborn

Auszug aus dem Jahresbericht von 1908

1. Personal
5 Abteilungsführer
37 Wehrmänner

2. Gerät
1 zweirädrige mechanische Leiter
1 Handdruckspritze
1 Leiterkarren
2 Standrohrkarren

3. Ausrüstung
48 Waffenröcke
43 Joppen Grau
98 Blusen Weiß
11 Helme für Führer
40 Helme für Mannschaft
12 Hakengurte
14 Beile mit Taschen
12 Koppel
2 Paradebeile
4 Äxte und Taschen
32 Leibriemen
7 Signalpfeifen
6 Signalhörner
2 Signalhupen


31. Stiftungsfest am 3.7.1920

Es war der 3.7.1920 als die Sonnborner Freiwillige Feuerwehr ihr 31. Stiftungsfest veranstaltete. Das Fest wurde durch eine Schauübung am Steigerturm eingeleitet, die ein sehr befriedigendes Bild zeigte. Die Spritz- und Hydrantenübung sowie die Steigerübung und der Sturmangriff wurden mit einem gewissen Schneid aufgeführt. Später folgte die eigentliche Feier, verbunden mit Konzert, Gesang und Vorträgen. Als der Vertreter der Stadt Elberfeld war Branddirektor Scheller erschienen, der auch den drei Jubilaren der Sonnborner Wehr: Sanitätsrat Dr. Mantzel, Feuerwehrmann Eichhof und Feuerwehrmann Theodor Klusdorf im Namen des rheinischen Feuerwehrverbandes Diplome aushändigte.
Die äußerst rege Beteiligung am Fest zeigte auch diesmal, wie fest die Wehren zusammenhalten. Es waren erschienen: Freiwillige Feuerwehr Hahnerberg, Freiwillige Feuerwehr Kohlstraße, Berufsfeuerwehr der Stadt Elberfeld, Berufsfeuerwehr der Farbenfabriken vorm Friedr. Bayer & Co. und die Mitglieder der ehem. Freiwilligen Feuerwehr Stadt Elberfeld.


Zugunglück 1890
Erster Großeinsatz der Freiwilligen Feuerwehr Sonnborn


An einem Sonntag, den 16. März 1890 bei strahlendem Sonnenschein fuhr gegen 15.45 Uhr ein Zug mit 44 vollbeladenen Güterwagen von Deutz-Feld nach Elberfeld-Steinbeck. Der Zug G421 war gerade auf der Vielbogenbrücke in Sonnborn als ein gewaltiges Ruck durch ihn ging.
Der zwölfte Wagen sprang 300m vor der Brücke aus den Schienen. Auf der Brücke traf die nun schleifende Wagenachse eine Schienenkreuzung, und riß hinter der elften Wagenkupplung den Zughaken auseinander. Der zwölfte Wagen brach aus und stürzte mit den nachfolgenden 32 Waggons in den damals reißenden Fluß.
Zwei Bremser fanden einen furchtbaren Tod. Sie wurden unter den nachstürzenden Zugmassen im Schlamm begraben. 14 Tage lagen ihre Leichen unter den Trümmern, bis sie unter schwersten Bedingungen geborgen werden konnten.
Die zwei Hilfsbremser konnten sich durch einen gewagten Sprung auf die andere Brückenseite retten, bei der sie sich jedoch so schwer verletzten, daß sie ins städtische Krankenhaus eingeliefert werden mußten.
An der Unfallstelle sah es grauenvoll aus. Überall war Mehl verstreut und Eisentrümmer waren voll Zucker. Nur eine Sendung mit Porzellan, Spiegeln und Kisten mit Bildern blieben fast unbeschädigt.
Die Untersuchung und ein nachfolgender Prozeß am Landgericht ergaben die Unschuld des Lokführer und der Brückenbauer. Es wurde ein technisches Versagen festgestellt.
Kurz nach dem Unglück wurde die 1838 erbaute Brücke verbreitert. 1910 ersetzte man sie jedoch gegen die noch heute bestehende Einbogenbrücke.
Anmerkung:
Diese Brücke ist der einzige Punkt auf der Erde, an dem sich ein Flugzeug, eine Eisenbahn, eine Hängebahn, ein Auto und ein Boot zur gleichen Zeit an genau dem gleichen Längen- und Breitengrad aufhalten kann!


Großbrand der Evangelischen Kirche Sonnborn (1917)

Es war Sonntag nach dem Gottesdienst um 12.10 Uhr. Die Gemeinde war gerade gegangen als man bemerkte, daß das ganze Kirchenschiff in Brand geraten war. Vermutlich durch die aufgestellten eisernen Öfen, deren durchgebrannte Rauchröhren durch die Decke führten. Rasch griff das Feuer auf den alten ehrwürdigen Kirchturm über. Als die Feuerwehr eintraf, standen Turm und Kirchenschiff bereits in hellen Flammen. Von Mittag bis 22 Uhr war die Feuerwehr unermüdlich damit beschäftigt den Brand zu löschen. Sie rettete zwar den Glockenstuhl, nicht aber Decke, Dach und Innenausstattung des Glockenhauses. Die drei neuen Kirchenglocken zersprangen in der Hitze.
Es war ein schwerer Schlag für die Sonnborner Gemeinde. Erst neun Jahre später, am 3. Oktober 1926 konnte man die heutige Sonnborner Kirche an der gleichen Stelle einweihen. Ein Gedenkstein am Glockenturm der Kirche erinnert noch heute an den Brand von 1917.


Schwebebahnunglück in Sonnborn

Am Abend des 11. September 1968 um 0.37 Uhr polterte ein Karlsruher Lastzug mit schwerer Ladung aus Richtung Elberfeld über die Sonnborner Straße auf die Ampel am Rutenbecker Weg zu. Vor der roten Ampel stieg der Fahrer in die Bremse. Auf der regennassen Fahrbahn begann sein Anhänger zu schleudern. Er schleuderte gegen den Schwebebahnpfeiler 67 und traf diesen exakt auf den „Punkt“. Der Pfeiler hielt die starke, seitliche Beanspruchung nicht aus und knickte wie ein Strohhalm. Ächzend und krachend stürzte das Fahrbahngerüst (63 Metern) auf die Straße herab. Wie durch ein Wunder wurde niemand von den herabstürzenden Eisenteilen getroffen und verletzt.
In dieser Nacht waren die Blauröcke aus Sonnborn damit beschäftigt die Trümmer aus dem Weg zu räumen.
Seit dem 23. November hören die Anwohner der Sonnborner Straße das gehaßte und doch so vermißte Quietschen der Schwebebahn wieder.


Großbrand bei der Tapetenfabrik Mohr

Am 29.08.1973 Mittwochnachmittags standen über dem Westen Wuppertals riesige Rauchwolken. Bei der Firma Tapeten Mohr in der Essener Straße war es in einem Farbmischraum aus ungeklärter Ursache zu einem Brand gekommen. Beim Eintreffen der Freiwilligen Feuerwehr Sonnborn und der Berufsfeuerwehr Elberfeld hatte das Feuer auf den angrenzenden Lagerraum übergegriffen. Durch die Hitzeeinwirkung explodierten in einer angrenzenden Halle einige Fässer (vermutlich Verdünnung) sowie Behälter mit leichtem Heizöl. Weitere 70.000 Liter leichtes Heizöl wurde von den Flammen verschont. Durch die nachalarmierten Kräfte der Berufsfeuerwehr Barmen und der Freiwilligen Feuerwehr Vohwinkel reichte der Wasserdruck nicht mehr aus, so daß der Schlauchwagen aus Cronenberg vom Lüntenbecker Teich bis zur Einsatzstelle eine Wasserversorgung legen mußte. Durch den Brand einer Tanksäule auf dem Betriebsgelände wurde man gezwungen einen Schaumteppich über den ganzen Bereich zu legen. Beim Einsatz von 9 B- und 8 C-Rohren dauerte es über 2 Stunden, um das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Wie hoch der Schaden war konnte nicht genau gesagt werden. Bilanz des mehrstündigen Einsatzes: Zwei verletzte Feuerwehrmänner und ein verletzter Arbeiter.


Großeinsatz bei der Bayer AG Freitag, den 27. Juli 1984

Es sollte ein langer Tag werden! Viele Bürger freuten sich auf das Wochenende. So auch mancher Feuerwehrmann der Freiwilligen Feuerwehr Sonnborn.
Aber um 11.40 Uhr wurde Alarm gegeben. Einsatzort: Rutenbecker Weg, Penecillin-Lager der Bayer AG Wuppertal. Zu diesem Zeitpunkt mußte jedem klar werden: “Das Wochenende ist nun vorbei!“. Wann wurden wir jemals zur Unterstützung der Werkfeuerwehr der Bayer AG angefordert, da das Werk selbst über eine schlagkräftige Feuerwehr verfügt. Bei unserem Eintreffen an der Einsatzstelle lag eine tiefschwarze Rauchsäule über der Brandstelle. Die Werkfeuerwehr hatte schon die ersten Löschmaßnahmen vorgenommen und waren mit einem Einsatzleitwagen ELW1 und einem Tanklöschwagen TLF16 vor Ort. Wenig später nach uns rückte die Berufsfeuerwehr Wuppertal mit einem Löschzug an. Durch die große Rauch- und Hitzeentwicklung war es sehr schwierig an den Brandherd heranzukommen. Aus diesem Grund forderte man die Freiwillige Feuerwehr Vohwinkel und Hahnerberg an. Die Vohwinkeler Kameraden wurden mit der Aufgabe betraut, eine Löschwasserversorgung herzustellen. Zur Unterstützung der eingesetzten Trupps auf dem Dach wurden die Hahnerberger Kameraden eingesetzt. Zeitweise wurde die Autobahn A46 wegen der großen Rauchentwicklung von der Polizei gesperrt. Das Arbeiten an der Brandstelle war nur unter Atemschutz möglich. Darum veranlaßte die Einsatzleitung den Einsatz des Atemschutzcontainers. Auch die Dienstfreien der Werkfeuerwehr der Bayer AG wurden zum Schutz des Werkes Elberfeld erforderlich und mußten ihre Freizeit abbrechen. Erst in den späten Abendstunden wurde mit vereinten Kräften unter den schwersten Bedingungen unter Kontrolle gebracht. Das Gebäude wurde teilweise mit einem Bagger eingerissen. Trotzdem mußte eine Brandwache für die Nacht aufgestellt werden. Es wurden jeweils 2 Wehrmänner der Werkfeuerwehr und 2 Wehrmänner der Löscheinheit Sonnborn in zweistündigen Abstand eingestellt. Erst am Morgen konnte man die Einsatzstelle verlassen. Auch Wochen danach hatten die Männer den Penicillingeruch in ihren Einsatzkleidungen und Fahrzeugen. Erfreulich ist es, daß bei diesem großen Einsatz keine Personen verletzt wurden.
Dieser Einsatz zeigt, daß die Zusammenarbeit zwischen Freiwilliger Feuerwehr, Werk- und Berufsfeuerwehr untereinander gut abgestimmt ist.